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Bericht im SBCC-Newsletter vom 2.5.2008 Der Autor François Loeb nimmt das runde Leder, das so viele Menschen in seinen Bann zu ziehen weiss, als Ausgangspunkt für seine fantastischen und humorvollen Geschichten, die meist im normalen Alltag beginnen, dann jedoch überraschende Wendungen nehmen. Sie entführen Fussballbegeisterte und

Laien gleichermassen in kreative, unerwartete Sphären. Wenn zum Beispiel zweiundzwanzig Schiedsrichter auf dem Spielfeld das jüngste Fussballgericht abhalten, oder das Doping der vierten Dimension , das nicht mit bekannten Praktiken zu vergleichen ist, den Lesern näher gebracht wird, stets wissen die sechsunddreissig Kurzgeschichten (ca.170 Seiten) zu begeistern und präsentieren die Fussballwelt als Spiegelbild unserer Zeit und des täglichen Lebens. Schwächen und Stärken der Menschen, Liebe und Abneigung, Eifer- und Ruhmsucht, ‚normale’ und skurrile Gestalten bevölkern Loeb’s Geschichten, zeigen die Emotionen rund um den grünen Rasen auf, lassen aber auch nicht diejenigen aus, für die Fussball eine reine geschäftliche Tätigkeit darstellt, oder ein fremder, kalter, unverständlicher Stern in einem fernen, unbekannten Universum bedeutet.

Da im Frühsommer 2008 die Fussball Europa Meisterschaft in der Schweiz und in Österreich stattfindet und das Fussballfieber erneut auch Deutschland ergreifen wird, könnte für Fussballfans, aber insbesondere auch für Fussballlaien das behandelte Thema auf einigen Widerhall stossen!

François Loeb - er bezeichnet sich selbst als Fussballhalbbanause - obwohl er in einige Spielen der Mannschaft des Schweizerischen Nationalrates (er gehörte diesem von 1987-1999 an) gegen andere Parlamentsmannschaften Europas zum Einsatz kam. Er schildert seine Fussballerfahrungen wie folgt: „Ich wurde vom Nationaltrainer erst dann eingesetzt - er wusste um meine beiden linken Füsse - wenn wir mit mindestens zwei Toren im Vorteil lagen. Meine einzige Aufgabe bestand dann darin, den besten Spieler der gegnerischen Mannschaft so zu decken, dass er keinen Ball mehr berühren konnte. Übrigens wussten alle in unserem Team um meine ‚Runde-Leder-Allergie’. So bestand auch nie die Gefahr, dass mir einen Steilpass vorgelegt wurde, den dann der bewachte ‚Superspieler’ mir hätte abjagen können. Der erfreuliche Nebeneffekt der meine Person betreffenden Trainerstrategie bestand darin, dass wenn ich auf dem Spielfeld stand, wir immer das Spiel gewannen, ich also der Glücksbringer war!“

Der Autor hat bereits vier Werke verlegt, unter dem Pseudonym Bruno A. Nauser‚ WEGWERFWELTEN’ (eine Anthologie von Kürzestgeschichten die in der Neuen Zürcher Zeitung für die Loeb regelmässig unter seinem Pseudonym schrieb, erschienen sind)‚ GESCHICHTEN DIE DER ZIRKUS SCHRIEB’ und im Herbst 2007‚ GESCHICHTEN DIE DER BAHNHOF SCHRIEB’ (aus denen Loeb in der Reihe Literaturbahnhof in Frankfurt am Main während der Buchmesse 2007 mit einer Lesung beteiligt war), alle, wie auch das neuste Werk GESCHICHTEN DIE DER FUSSBALL SCHRIEB, das Anfang Mai 2008 erscheinen wird, im Benteli Verlag, Bern.

Loeb als Locführer

Anstelle eines Vorworts … ein Anstoss

Da und dort auf der Welt habe ich manchmal die Ehre, vor einem Spiel die Akteure auf dem Terrain begrüssen oder gar den symbolischen Anstoss ausführen zu dürfen. Das Geräusch der Stollen auf dem Boden im Tunnel, der Duft des frisch gemähten Rasens, der mir in die Nase steigt, wecken Reflexe in mir - und dann muss man mich zurückhalten oder gar zurückpfeifen, weil ich mit dem Ball gleich aufs gegnerische Tor los will. Einmal Mittelstürmer, immer Mittelstürmer … Heute darf ich für Sie, geschätzte Leserinnen und Leser, den Anstoss zum vorliegenden Buch machen. „Geschichten, die der Fussball schrieb“ betitelt der Autor François Loeb seine Sammlung von Erzählungen rund um das runde Leder. Von den vielen Geschichten, die er als Fussballfan erlebt hat, die in seiner Fantasie schlummerten oder die ihm zugetragen wurden, hat er 36 ausgewählt. Ihr Blickwinkel ist nicht jener der 30 Fernsehkameras, die ein Spiel in Total- und Nahaufnahmen, Zeitlupen und Superlangsamzeitlupen zerlegen, damit auch der letzte Zuschauer zuhause vor der Flimmerkiste das Offside erkennt. Nein, sein Augenmerk gilt vor allem anderen Personen, Dingen und Gegebenheiten, die den Fussball mit all seinen Höhen und Tiefen zum Abbild der Gesellschaft, ja eigentlich des Lebens schlechthin machen. Das Lesen dieser Geschichten wird sicherlich mehr als 90 Minuten in Anspruch nehmen. Macht nichts, die Lektüre ist so anregend und unterhaltend wie Verlängerung und Elfmeterschiessen zusammen. Viel Spass am und mit dem Fussball und seinen Geschichten, die er schrieb und immer wieder aufs Neue schreiben wird.

Sepp Blatter